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Kajak –
Tief drinnen – weit draußen
Endlich.
Die zweite Kajak-Platte ist da.
Erscheinungsdatum: 17.02.06
Label: Sunday Service (Indigo)
Nach „Haus der
Jugend“ 2002 hat der Kajak-Einer Matthias Rothaug wieder quasi im
Alleingang ein wundervolles Album eingespielt. Gastmusikerin ist u. a.
Bernadette La Hengst am Akkordeon. Gemischt und gemastert haben Tobias
Levin und Chris von Rautenkranz.
Wieder einmal nimmt uns Kajak mit auf eine Fahrt durch die
Stromschnellen. Klar, manchmal wird auch inne gehalten in seichteren
Gewässern, doch die Marschrichtung ist klar flotter Pop, wie ihn einst
die (eigentlich beste Band der Welt) Housemartins verfolgten. Oder die
schlauen - aber nie besser wissenden - Sterne.
Am
besten gelingt das im zweiten Lied „Wir brauchen uns fast immer“. Eines
der besten Ergebnisse auf der Suche nach dem perfekten Popsong.
Bei
all dem Tempo bleibt aber natürlich immer Zeit, Beobachtungen rechts und
links am Ufer zu machen. Und Reisetagebücher mit mehr Antworten als
Fragen werden auch geschrieben.
Waren
auf „Haus der Jugend“ elektronische Momente (in manchen Liedern) eher im
Vordergrund, ist „Tief drinnen – Weit draußen“ gitarrendominierter. Aber
es gibt mit Streichereinsätzen auch Lagerfeuermomente am Ende eines Tages
im Fluss, wo man fast nie in(s) Strudel(n) kam oder sich einfach nur
treiben ließ. Man legt das Paddel beiseite und hofft darauf, dass man
immer eine handbreit Wasser unter dem imaginären Kiel hat.
Das
ganze ist so gut, dass es eigentlich charten müsste, aber wahrscheinlich
nicht wird. Doch wer weiß, welche Türen Tomte da aufgestoßen haben … (jow)
Wenn ich Dir ein Mixtape aufnähme,...
...wäre Song 1
„Wir
brauchen uns fast immer“
mit drauf!
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